Ein Genuss für alle Sinne
am 26.Jan.2019 | Einlass: 19:00 Uhr | Beginn: 19:30 Uhr

Komische Oper in zwei Akten - Gesungen, gelesen und erzählt

SchlossKlassik: "Cosi fan tutte" von Wolfgang Amadeus Mozart

Zur Buchung geht es hier!

 So machen’s alle!“, singen die drei Männer in der Oper „Così fan tutte“ von W.A. Mozart. Sie meinen die Frauen im Allgemeinen und Fiordiligi und Dorabella, ihre verlobten Damen, im Besonderen. Und wenn der Regisseur witzig sein will, lässt er die Sänger an die Rampe treten und mit dem Finger ins Publikum deuten. Stellt sich die Frage „Wie es denn alle Frauen machen?“ und „Was sie alle so machen?“. Untreu sind sie alle, schelmisch und betrügerisch. Das jedenfalls müssen die beiden Liebhaber Guglielmo und Ferrando schmerzlich erfahren, als sie auf Anraten des Philosophen Don Alfonso eine Liebesprobe anstellen, bei der sie am Ende betrogene Betrüger sind.

Diese Liebesprobe, die den Untertitel „Die Schule der Liebenden“ trägt, wurde von Mozart 1789 begonnen und am 26. Januar 1790 im Burgtheater uraufgeführt. Nach „Figaros Hochzeit“ (1786) und „Don Giovanni“ (1787) gelang Mozart mit dieser Oper ein weiteres Meisterwerk, das durch seine dramaturgische Geschlossenheit und seine raffinierte psychologische Personenzeichnung sowie durch die glänzende Instrumentation, die ausgewogene Harmonik und konzentrierte Melodik besticht. Die Handlung spielt in einem Kaffeehaus in Neapel und entfaltet in Arien, Duetten, Terzetten, Quartetten, Quintetten und sogar in einem Sextett die Gefühle der Liebenden in nie mehr erreichter Reife und Schönheit. Die gängigste Moral von der Geschichte ist die Lehre für die Männer, dass man die Liebe nicht ungestraft auf die Probe stellt. Aber eigentlich ist bei der Tiefe und Leidenschaft dieser Musik eine gängige Moral eher nebensächlich; viel wichtiger ist die zauberhafte Ironie und das leise Lächeln, das Mozart verzeihend über die menschlichen Schwächen ausbreitet, die mit den Verwirrungen der Liebe unweigerlich einhergehen. Niemand hebe den Zeigefinger, wenn er nicht will, dass selbst auf ihn gezeigt werde!

In bereits bestens bewährter Weise wird diese herrliche Oper wieder im großen Salon des Immenstädter Schlosses ablaufen. Halbszenische Gesangspartien wechseln mit überbrückenden und weiterführenden Erzählpassagen. Joseph Kiermeier-Debre wird der Geschichte ganz im Sinne Mozarts die nötige Ironie verleihen. Den Rollen Mozarts aber leihen drei Sängerinnen und drei Sänger ihre Stimmen, die sich entweder schon mit Erfolg in unseren Salonabenden präsentiert haben oder auf die man erwartungsvoll gespannt sein darf. Die Stimmen der neuen Gäste versprechen im Verein mit den schon vertrauten Protagonisten unter der Leitung von Stellario Fagone, der der Bayerischen Staatsoper als Korrepetitor und Chorleiter angehört, ein außergewöhnliches Hörerlebnis.

Elisabeth Rauch

Teresa Tièschky-Boning

Kathrin Waldner

Künstlerische Besetzung:
Fiordiligi: Elisabeth Rauch / Dorabella: Kathrin Walder
Despina: Teresa Tièschky-Boning
Ferrando: Andreas Stauber / Guglielmo: Tobias Neumann
Alfonso: Oscar Quezada
Stellario Fagone: musikalische Leitung und Klavier
Prof. Dr. Joseph Kiermeier-Debre: Text und Moderation



Preis: 25,00 €

Veranstalter: Stadtschloss Immenstadt GmbH & Co. KG

nächste Veranstaltungen

bis 22.Dez. 2018
Kunstausstellung "DROBEN & SYMBIOSE"

am 15.12.2018
Unsere Geschenkidee aus der SchlossPassage (2)

am 20.12.2018
ZapfAbend im HISTORANT (57)