Ein Genuss für alle Sinne

Allgemeines & Wissenswertes

Die vom Reich lehenbare Burg Rothenfels mit dem ehemals mächtigen Wohnturm Hugofels wurden vermutlich um 1250 als Einheit errichtet. Wilhelm Graf zu Montfort erwarb zwischen 1330 und 1350 mit der Herrschaft Rothenfels und den dazugehörenden Leuten auch diese Wehranlage. Sein Sohn, Heinrich Graf zu Montfort, erhob das Dorf Immendorf zur Stadt und ließ diese befestigen. Im Zusammenklang von Burg, Stadtbefestigung und Talenge entstand dadurch an der Straße vom Bodensee nach Tirol ein wirksames Kontroll- und Sperrwerk. Die Hauptburg Rothenfels brannte im Jahre 1462 ab, wurde aber von Hugo Graf zu Montfort in den folgenden 20 Jahren unter erheblichem finanziellem Mitteleinsatz wieder errichtet. Der wohl einzigen Belagerung der Burg durch aufständische Bauern 1525 widerstand die Wehranlage ohne größeren Schaden.

1567 verkaufte Ulrich, der letzte Graf zu Montfort-Rothenfels, die Grafschaft Rothenfels sowie die Herrschaft Staufen mit den Burgen und der Stadt Immenstadt an seinen Schwager Johann Jakob zu Königsegg. In den Folgejahren wohnten die Königsegger Freiherren in der Regel in ihrer Stadtwohnung, dem „Laubenberger Hof“, später „Alter Hof“ genannt. Schon vorher hatten die Montforter dieses Gebäude als bequeme Alternative zur Burg genutzt. Auch Kaiser Maximilian I. hatte 1516 als Gast von Graf Hugo zu Montfort hier genächtigt. Die Burganlage Rothenfels wurde nur noch notdürftig in Stand gehalten. Wohl weil er um Gefahr für sich und seine Familie fürchtete und deshalb einen sicheren Rückzugsort benötigte, ließ der von seinen Untertanen wenig geliebte Georg zu Königsegg 1597 die Burg dann wieder in einen wohnlichen und zugleich verteidigungsfähigen Zustand bringen. Der Bau des Stadtschlosses in Immenstadt markierte aber schließlich den Untergang des Burgenensembles Rothenfels-Hugofels. Die Folgen des 30jährigen Krieges erlaubten keinerlei Investitionen mehr zu seiner Unterhaltung. Der Bergfried diente zwar noch 1644 als Gefängnis, dennoch verfiel die Burg in den Jahren danach immer mehr. Graf Franz Fidel zu Königsegg-Rothenfels ließ 1780 die Dachziegel des Hauptbaues abnehmen, um damit sein ebenfalls marodes Schloss Staufen eindecken zu lassen. Das bayerische Königreich ließ dann 1817/18 die noch in voller Höhe stehenden Mauern der Burg abbrechen. Ein Teil davon wurde zum Bau eines Militärfohlenhofes (Moosgut) unterhalb der Burg verwendet. Noch lange danach stand aber die große Mauer mit der Toreinfahrt.

Veranstaltungen


Mai 2013

13.Jul bis 14.Jul 2013
Stadtfestival
"Jahrmarkt der Träume"
...mehr